Boris van Berkum (Rotterdam, 1968) ist ein bildender Künstler, der an der Schnittstelle von Kunst, Kulturerbe und Spiritualität arbeitet. In seiner Praxis untersucht er, wie Rituale, Materialien und Gemeinschaft neue Formen des Gedenkens und der Heilung hervorbringen können. Ausgebildet an der Willem de Kooning Akademie (Rotterdam) und der Akademie für Bildende Künste (Prag), entwickelt Van Berkum Projekte, die zeitgenössische Kunst mit transkulturellen, transhistorischen und spirituellen Perspektiven verbinden.
Im Auftrag und mit dem Vertrauen der Winti-Priesterin Marian Markelo hat Boris van Berkum seit 2010 ein zeitgenössisches Winti-Kunstwerk entwickelt – eine sich ständig weiterentwickelnde Bildsprache, in der die afro-surinamische Spiritualität in einen Dialog mit dem europäischen Erbe tritt. Unter Markelos spiritueller Leitung und im Auftrag von Markelo schuf Van Berkum ikonische rituelle Objekte wie die Kabra-Ahnenmaske (die jährlich bei der nationalen Gedenkfeier zur niederländischen Sklaverei-Vergangenheit verwendet wird) und die Mama Aisa Prachtstatue, eine skulpturale Darstellung der Göttin des Lebens und der Erde.
Sein fortlaufendes Projekt Eau Décoloniale erweitert diesen Dialog auf die Welt der Düfte, in der er die koloniale Geschichte der Parfümrohstoffe und ihre Verflechtung mit dem Welthandel, der Rohstoffgewinnung und der Begehrlichkeit untersucht. „Was ist der moralische Preis von Luxus?“ Dazu arbeitet er mit Wissenschaftlern des Meertens-Instituts der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW) zusammen, wo er als Gastforscher tätig ist.
Entdecken Sie dieses Werk selbst in unserem Museum, noch bis zum 1. März 2026 zu sehen.
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