Ab dem 13. September 2025 wird sich die Sammlung des Missionsmuseums Steyl im radikalen Widerstand befinden. Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert wird die beeindruckende historische Ausstellung des Museums durchbrochen. Künstler aus dem In- und Ausland intervenieren in Zusammenarbeit mit dem Gastkurator Oscar Ekkelboom. Nicht um neu zu ordnen, sondern um zu stören, zu verwerfen und vergessene Zusammenhänge aufzudecken. Die Künstler wurden aufgrund ihrer Beziehung zur Sammlung und Präsentation des Missionsmuseums eingeladen, an dieser Präsentation mitzuwirken.
Die Interventionen sind das Ergebnis einer einjährigen eingehenden künstlerischen Recherche über die Sammlung (und ihrer Präsentation) und ihre verflochtene Geschichte mit Missionsarbeit, Kolonialismus und wissenschaftlicher Sammelwut.
Was bedeutet es, Objekte aus der ganzen Welt in diesen Vitrinen zu bewahren? Welche Stimmen fehlen? Was geschieht, wenn wir nicht nur hinschauen, sondern auch zuhören?
Die Interventionen stören, verrücken und lassen fließende Verbindungen zwischen Objekten, Orten und Menschen entstehen, die bisher durch die Logik von Besitz und wissenschaftlichen Kategorien getrennt waren.
Die Ausstellung macht die lebendige Geschichte des Museums greifbar. Ein Muss für jeden, der sich Gedanken darüber macht, wie wir mit dem Fragen zu diesem Erbe umgehen können.
ADRIANA BUSTOS • ALIWAA COLLECTIVE • BENJAMIN LI • BORIS VAN BERKUM • DANIELLE LEMAIRE • DICKY TAKNDARE & ALBERTHO WANMA • FREDERICK CALMES • HADRIEN GERENTON • MONIKA DAHLBERG • OSCAR EKKELBOOM • OSCAR SANTILLAN • PII DAENEN • ROOS HOLLEMAN • ROY VILLEVOYE • TIMOTEUS KUSNO • WARRE MULDER •
Samstag, 13. September 2025 bis Sonntag, 1. März 2026
Zurück zur Übersicht